RFID getaggte Bauteile in der Serie

In der Prototypen- und Vorserienphase haben bereits mehrere Automobilhersteller RFID auf Bauteilkennzeichnungsebene erfolgreich eingesetzt, dies wird auch unter dem Namen gläserner Prototyp gehandelt. Der Einsatz von RFID in der Serienfertigung hebt dies jedoch auf ein gänzlich neues Level: anstelle einiger Tausend müssen hier je Zulieferer und Bauteil Millionen an RFID Labels kodiert, bedruckt, appliziert und gegengeprüft werden. Der OEM als Kunde kann diese dann in den Montagelinien dann automatisiert erfassen. Hierbei wird nicht nur der manuelle Barcodescan des Arbeiters eingepart, sondern vielmehr auch eine Rückverfolgung auf Losgröße 1 realisiert. Wo früher im Fehlerfall einer Charge zigtausende Fahrzeuge zurückgerufen werden mussten, ist mit RFID exakt nachverfolgbar, welche Fahrzeuge individuell betroffen sind. Und RFID bietet sogar noch weitere Potenziale, die OEMs bis hin zur Vertragswerkstatt nutzen können.

Bild in Lightbox öffnen (open image in lightbox). Picture: BMW Press Release 26.02.20, P90384783

BMW und VW als Treiber für RFID in der Serie

Während Porsche bereits 2012 gemeinsam mit Data Elektronik RFID für die Vorserie eingeführt hat, sprangen VW 2015 und Audi 2016 auf die Technologie in der Praxis nach jahrelangen Versuchen auf und etablierten eine Basis im Automotive Umfeld, wodurch über 500 Automobilzulieferer nun - als Kunden von Data Elektronik - Bauteile in der Vorserie mit RFID Etiketten und/oder Hard-Tags ausstatten. Die VW Kernmarke wagte als nächstes den Sprung in die Millionen - die Serienfertigung. Bedingt durch andere Konzernereignisse wurde der Ausbau verlangsamt, ist aber nicht mehr zu stoppen.


BMW hat im Anschluss gemeinsam mit Data Elektronik die Grundlagen für RFID im Münchner Konzern entwickelt. Beratende Unterstützung erfuhr der deutsche Premiumfahrzeughersteller von Data Elektronik in Bereitstellungen von Test-Equipment an RFID Readern, Handhelds, Druckern und Tags sowie Inbetriebnahme von Gates und Software für Testlesungen. Auch konnte die jahrelange Erfahrung für Consulting in Kodierstandards verwendet werden. Der bayrische Automobilhersteller verfolgt jedoch eine andere Strategie und startet direkt mit der Serie durch.

Gesamtportfolio an Zubehör

Sämtliches als Zulieferer erforderliche Equipment wie Verbrauchsmaterialien sind von Data Elektronik lieferbar. Dazu gehören:


  • RFID Drucker und/oder Applikatoren
  • RFID Etiketten und Carbonbänder
  • RFID Lesegeräte zur automatisierten End-Of-Line Kontrolle
  • Ggf. stationäre Barcodescanner zur DataMatrix Prüfung
  • Software zur Erstellung von RFID Druckjobs und Schnittstellen
  • Integration Gesamtlösung an Ihre Fertigung / Montagelinien

Serverlösung oder Blackbox am Band

Unterstützung für RFID Druck und Plausibilitätsprüfung sowie Schnittstellen zu externen Kundensystemen kann komplett über unser Softwarepaket RCOM VDA 5509 erfolgen. Speziell für die Serie existiert hier auch eine integrierte Ansteuerung an einen RFID Reader, der, zusammen mit Lichtschranke und Signalleuchte, an eine Montagelinie angebracht werden kann. Das End-Of-Line Prüfmodul von Data Elektronik verbindet somit alle Prozesse in eine vorgefertigte und standardisierte Blackbox: RFID Druckanstoß erhalten, RFID Druckbefehl mit passender Kodierung erzeugen und an Drucker/Applikator senden und schlussendlich das gedruckte RFID Etikett auf Korrektheit der Daten prüfen. Somit können fehlende Seriennummer direkt gemeldet werden und nur gültige RFID Nummern werden am Band akzeptiert. Mit unserer Lösung muss somit an Ihrer Montagelinie keine Anpassung der SPS Steuerung vorgenommen werden!